Fachinformatiker/-in Systemintegration

Für eine reibungslose Kommunikation

On-the-fly encryption, Mandatory Access Control, ISO/IEC 27001? COBOL-Module, C++, PHP, Unix, SQL, ABAP/4, JAVA, Haskell, Hypertalk? Was für die meisten Menschen klingt wie ein Rätsel aus der Zukunft, ist für Fachinformatiker/innen tägliches Rüstzeug. Denn mit diesen Begriffen, hinter denen sich Programmiersprachen, Betriebssysteme, die transparente Datenträgerverschlüsselung, Konzepte zur Kontrolle und Steuerung von Zugriffsrechten oder Anforderungen für die Implementierung von Sicherheitsmechanismen regeln, muss man umgehen können, wenn man in diesem Beruf erfolgreich arbeiten möchte.

Fachinformatiker/innen sorgen dafür, dass alles, was in einem Unternehmen mit IT zu tun hat, reibungslos funktioniert, die Software immer läuft und die Mitarbeiter/innen problemlos untereinander sowie mit Externen (z. B. mit Kunden oder Dienstleistern) kommunizieren können. Netzwerke, Hardware, computergesteuerte Produktionsanlagen… alles muss sinnvoll verbunden werden und einwandfrei laufen. Jegliche Störung muss schnellstmöglich behoben werden können, damit ein Unternehmen handlungsfähig bleibt. Gerade das macht diesen Beruf so interessant, denn ohne IT geht heutzutage fast gar nichts mehr, und diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen.

Der Beruf des Fachinformatikers sieht nach zwei Jahren Ausbildung eine Spezialisierung zum/zur Fachinformatiker/in Anwendungsentwicklung oder zum/zur Fachinformatiker/in Systemintegration vor. In der Anwendungsentwicklung wird beispielsweise analysiert, welche konkrete Aufgabe ein Kunde mit einer neuen Software-Anwendung erfüllen möchte. Geht es um eine einfache Datenbank, um ein komplexes Programm für logistische Prozesse oder soll eine bestehende Anwendung optimiert werden, um sie effizienter oder leichter bedienbar zu machen? Fachinformatiker/innen für Systemintegration analysieren ihrerseits, wie man Netzwerke, Hardware und Anlagen sinnvoll miteinander verbindet, um alle Systeme in die Abläufe des Unternehmens zu integrieren, zu konfigurieren und jederzeit für ein problemloses Funktionieren zu sorgen. Auch für die Systemsicherheit, etwa den Schutz aller Programme und Daten eines Unternehmens gegen Zugriff von außen oder gegen Viren, Datenmüll und Spam sind die Fachinformatiker/innen für Systemintegration zuständig.

Der/Die Fachinformatiker/in ist meist der/die erste Ansprechpartner/in, wenn es zu Ausfällen, Programm- oder Bedienfehlern kommt. Die Pflege, Wartung und Aktualisierung bestehender Systeme und Anwendungen ist daher wesentlich, aber auch die Beschäftigung mit neuen Angeboten und Lösungen gehört zu diesem Beruf. Hierfür ist es wichtig, sich durch die Lektüre von Fachbüchern und Fachzeitschriften (auch und vor allem englischen) ebenso wie durch den Austausch mit anderen Fachleuten „auf dem Laufenden zu halten“.

Fachinformatiker/innen werden in fast allen Unternehmen benötigt. Viele größere Unternehmen haben eine eigene IT-Abteilung, wo man mit diesem Beruf arbeiten kann. Vor allem aber in Unternehmen der IT-Branche selbst kommen die Fachinformatiker/innen zum Einsatz. Möglich ist auch eine selbständige Tätigkeit, bei der man Kunden berät, die größere IT-Projekte realisieren möchten.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre


IT-Systemkaufmann/-frau

Das passende System für alle Fälle

Früher oder später kommt sie, die Frage nach einem passenden Computersystem, einer vernünftigen Telefonanlage oder sogar nach vernetzter Sicherheitstechnik für ein Unternehmen. Heutzutage ist es möglich und oft sogar notwendig, Computer, Telefone und sonstige Anlagen miteinander zu vernetzen und für ein Unternehmen so zu konfigurieren, dass alles reibungslos läuft.

Welche Systeme die besten sind, was sie kosten, ob sie den Anforderungen eines Unternehmens genügen und wie man sie nutzt, das wissen IT-System-Kaufleute. Nach einer detaillierten Bestandsaufnahme und unter Berücksichtigung der Kundenwünsche erstellen sie ein Konzept, in dem Art und Umfang sowie die Ausgestaltung des Systems genau beschrieben sind. Dabei müssen auch die finanziellen Möglichkeiten des Kunden berücksichtigt und eventuell Empfehlungen für eine Finanzierung gegeben werden. Verständlich, dass ein IT-System-Kaufmann oder eine IT-System-Kauffrau hierfür nicht nur über die technischen Einzelheiten der zahlreichen Systeme und die Machbarkeit Bescheid wissen muss, sondern er/sie sollte auch die verschiedenen Möglichkeiten mitsamt ihren Preisen kennen und gut rechnen können.

Telefonanlage, Computersystem, Vernetzung, Hardware oder Software – IT-System-Kaufleute prüfen verfügbare und sinnvolle Lösungen, beraten ihre Kunden und kalkulieren Angebote zu möglichen IT- und/oder TK-Anlagen. Unter Berücksichtigung von Kundenwünschen stellen sie schließlich ein System bereit, mit dem der Kunde am Ende einen einwandfreien Arbeitsablauf sicherstellen kann. Nach der Installation führen sie Testläufe durch und stehen für Fragen und mögliche Fehlerbehebungen zur Verfügung. Anschließend schulen sie die Mitarbeiter und bleiben Ansprechpartner für künftige Problemstellungen, Erweiterungen oder Updates. Um den Kunden immer den besten Service bieten zu können, halten sich IT-System-Kaufleute stets auf dem Laufenden über Neuerungen und Entwicklungen in ihrer Branche. Fachzeitschriften und Fachbücher – übrigens häufig in englischer Sprache –, aber auch der Austausch mit anderen Fachleuten auf diesem Gebiet, etwa in Internetforen oder beim Besuch von Fachmessen und -kongressen, sind dabei äußerst hilfreich.

Da sie ständig im Kontakt mit dem Kunden und seinen Mitarbeitern sind, müssen IT-System-Kaufleute kommunikationsstark, freundlich und so manches Mal auch geduldig sein. Die Benutzer der Systeme interessiert nämlich vor allem, wie man diese anwendet, das technische Wissen dahinter ist ihnen meist egal. Einweisungen und Erklärungen müssen daher so allgemein und so verständlich wie möglich sein. Durch den engen Kontakt wiederum wissen IT-System-Kaufleute aber auch, welche Bedürfnisse und Anforderungen die Kunden haben und können daraus sehr wertvolle Schlüsse für die Vermarktung der Systeme ziehen. Somit sind sie gern gesehene Ansprechpartner für die Marketingabteilung ihres Arbeitgebers. IT-System-Kaufleute finden Beschäftigung in fast allen Bereichen der IT-Branche, etwa bei Herstellern von Software, IT-Beratungsunternehmen, in der Datenverarbeitung oder bei Herstellern von IT- und TK-Technik.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre


Kaufmann/-frau für Bürokommunikation

Das kommunikative Herz des Betriebes

In vielen Fällen sind die Kauffrauen und -männer für Bürokommunikation das kommunikative Herz eines Betriebes. Egal, ob der Chef einen bestimmten Vorgang sucht, Kollegen Unterstützung bei einer Veranstaltungsorganisation brauchen oder die Powerpoint-Präsentation mit der Unternehmensdarstellung überarbeitet werden muss: Bei ihnen laufen Fäden und Informationen zusammen, sie sind das Bindeglied zwischen Fachabteilungen, Außendienst, Kunden und Lieferanten. Ob bei der Textverarbeitung, Personalverwaltung, Spesenabrechnung, Konferenzorganisation,… - nicht verzagen, die Kaufleute für Bürokommunikation fragen!

Dabei dürfte klar sein: Ohne gute Deutschkenntnisse, Wissen rund um moderne Kommunikation per Computer und die entsprechenden Programme, Nähe zur Informationstechnik und eine gewisse Schreib- und Formulierungsfertigkeit geht hier kaum noch etwas. Kaufleute für Bürokommunikation sollten – wie es die Berufsbezeichnung nahe legt – kommunikativ sein, sich auch für verwaltungstechnische Abläufe und betriebswirtschaftliche Prozesse interessieren.

Die Kaufleute für Bürokommunikation arbeiten in Sekretariaten ebenso wie in Personalabteilungen, dem Rechnungswesen oder auch in den Abteilungen, die sich mit Marketing sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit befassen. Sie können Events planen, Excel-Tabellen erstellen und verwalten, Präsentationen überarbeiten und einem Anrufer auch schon mal auf Englisch weiterhelfen.

Der Beruf ist eng mit den Bürokaufleuten verwandt, die sich aber etwas mehr auf das Rechnungswesen konzentrieren. Wo die Bürokaufleute Buchführung lernen, ist es bei den Kaufleuten für Bürokommunikation eher die Textverarbeitung.  

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

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